VfB zittert sich zum zweiten Heimsieg in einer Woche
Wer am Ostermontag das Nachholspiel gegen die Spitzenmannschaft aus Luckenwalde gesehen hatte, der rieb sich am Samstag gegen Frankonia Wernsdorf verwundert die Augen. War das wirklich die gleiche Mannschaft des VfB, die vor fünf Tagen die Regionalligareserve deutlich bezwungen hatte ? Ja war es, aber diesmal war es ein ganz anderes Spiel und das lag nicht nur daran, dass der VfB im ungewohnten Weiß/Schwarz auflaufen musste. Die Gäste, ganz in Rot spielend, hatten einen Matchplan, der den Hohenleipischern gar nicht schmeckte. Sie machten die Räume eng, betrieben hohen Laufaufwand und kämpften um jeden Ball. Der Gastgeber kam dadurch überhaupt nicht in die Partie. Nur zwei Chancen waren in Hälfte Eins zu verzeichnen, ein Kopfball von Tom Richter aus Nahdistanz und ein Abschluss
von Florian Vogt, der halbrechts allein auf den Wernsdorfer Torwart zusteuerte. Seinen Flachschuss aus spitzem Winkel entschärfte der Keeper mit starker Fußabwehr. Es wurde im Spielaufbau hinten herum zu oft quer gespielt und mit langen Bällen in den Sechzehner der Gäste war die Abwehr von Wernsdorf nicht zu beeindrucken. Auffällig auch die vielen Fehlabspiele, wenn es doch mal mit Ballpassagen in die gefährliche Zone gehen sollte. Die Frankonia- Elf zeigte sich sehr ballsicher und startete auch einige vielversprechende Angriffe, etwas Zählbares kam aber nicht dabei raus, auch weil Max Kotte im VfB Tor aufmerksam war.
In der zweiten Halbzeit bekamen die Gastgeber etwas besseren Zugriff auf das Spiel. Und es ergaben sich nach einer Viertelstunde in Hälfte Zwei die ersten verheißungsvollen Möglichkeiten zur Führung, aber die Abschlüsse waren zu ungenau. In der 70. Min. war die Wernsdorfer Abwehr das erste Mal nicht aufmerksam. Sie öffnete die Abwehrmitte und Tom Richter hatte nach einem Pass aus der Mittelfeldzentrale plötzlich freie Bahn mittig auf das Wernsdorfer Tor zuzulaufen. Das nutzte er auch durch seine Schnelligkeit aus und platzierte den Ball an den linken unteren Innenpfosten, von dem der Ball ins Tor sprang. Erleichterung machte sich breit beim Hohenleipischer Anhang, aber die letzten 20 Minuten mussten noch überstanden werden. Wernsdorf legte jetzt nochmal zu und erspielte sich mehrere Hochkaräter und so musste Max Kotte mit teils spektakulären Paraden sein ganzes Können aufbieten, um den Ausgleich zu verhindern. Ein zweites Tor wäre beruhigend für den VfB
gewesen, aber man nutzte die nun größeren Räume in der Wernsdorfer Hälfte nicht konsequent. So mussten Mannschaft und die über 150 Zuschauer bis zum Schluss der vom guten Schiedsrichter Kevin Heyl angezeigten dreiminütigen Nachspielzeit zittern, bevor der nächste Heimsieg feststand. Nächste Woche geht es zum Derby nach Brieske und in zwei Wochen ist Tabellenführer Victoria Seelow in Hohenleipisch zu Gast, zwei weitere hochinteressante Partien.
Bericht: Lutz Jakob















































